Symposium der Interessengruppe Modellierung und Simulation auf dem Deutschen Psychotherapie Kongress 2026 in Berlin
Stefan Westermann • Donnerstag, 11. Juni 2026
newsAm Donnerstag, den 11. Juni 2026, fand im Rahmen des Deutschen Psychotherapie Kongresses 2026 unser Symposium „Formale Modellierung und empirisch-informierte Simulation in der Klinischen Psychologie und Psychotherapieforschung: von intrapsychischen Prozessen bis zur populationsbezogenen Dissemination“ statt. Das von Stefan Westermann und Julia O. Linke organisierte Symposium war gut besucht und stieß auf reges Interesse.
In fünf Beiträgen wurde gezeigt, wie formale Modelle dazu beitragen können, theoretische Annahmen in der Klinischen Psychologie zu präzisieren, empirisch überprüfbar zu machen und komplexe Veränderungsprozesse besser zu verstehen. Die Beiträge reichten von einem systematischen Review zum aktuellen Stand formaler Modellierung über computationelle Modelle zu Unsicherheitsintoleranz und agentenbasierte Simulationen intrapsychischer Motivkonflikte bis hin zu Modellen sozialer Selbstoffenbarung und mikrosimulationsbasierten Ansätzen zur Verbesserung der Versorgung bei Depression.
Besonders erfreulich waren die angeregten Diskussionen im Anschluss an die Vorträge. Sie verdeutlichten das große Potenzial formaler Modellierung und empirisch-informierter Simulation für Grundlagenforschung, Psychotherapieforschung und Versorgungsforschung. Das Symposium machte zugleich deutlich, wie Open-Science-Praktiken — etwa Präregistrierung, offene Codes und transparente Modellannahmen — die Weiterentwicklung dieses Forschungsfeldes unterstützen können.
Die Interessengruppe Modellierung und Simulation bedankt sich herzlich bei allen Vortragenden, Diskutierenden und Teilnehmenden für das große Interesse und den gelungenen Austausch.